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Wissenschaftstheoretische Grundlagen der Beobachtung von GVO-Umweltwirkungen

Einführung
Environmental Sciences EuropeBridging Science and Regulation at the Regional and European Level200720:194

https://doi.org/10.1065/uwsf2007.06.194

Eingegangen: 15. Februar 2007

Angenommen: 17. Juni 2007

Publiziert: 18. Juni 2007

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziel

Die Exposition gentechnisch veränderter Kulturpflanzen erfordert die Beobachtung ihrer Umweltwirkungen. Ziel der Beitragsserie über die Beobachtung ökologischer Wirkungen von GVO ist es, den hierzu erreichten Stand der Wissenschaft vorzustellen. Da bei einem Bundesländer und ggf. europäische Staaten übergreifenden Monitoring besonders auf methodisch vergleichbare und räumlich aussagekräftige Daten zu achten ist, werden in diesem einführenden Beitrag wissenschaftstheoretische und statistische Grundlagen des Monitoring sowie die Standardisierung der Beobachtungsverfahren behandelt.

Schwerpunkte

Im Mittelpunkt stehen zunächst ökologische Anforderungen an das GVO-Monitoring. Um mit GVO ggf. zusammenhängende Umweltveränderungen ermitteln zu können, ist eine Eingliederung in bestehende Umweltbeobachtungsprogramme erforderlich. GVO-Exposition und-Wirkung sind aufeinander bezogen über die Organisationsstufen ökologischer Systeme hinweg zu erfassen. Ein effizientes und suffizientes Monitoring bedarf eines wissenschaftstheoretisch und statistisch soliden Designs. Deshalb werden einem weiteren Schwerpunkt dieses Beitrags wissenschaftstheoretische Grundlagen der Hypothesenbildung und-prüfung behandelt. Hierfür bedarf es Daten, die mehreren, im Einzelnen behandelten Qualitätskriterien entsprechen müssen. Eines dieser Kriterien ist die räumliche und zeitliche Verallgemeinerungsfähigkeit der Monitoring-Befunde, die in dem dritten Schwerpunkt des Beitrags dargestellt wird.

Schlussfolgerungen

Für die Prüfung von Hypothesen über Umweltfolgen von GVO sind konsequent Ökosystemforschung und Monitoring eng miteinander zu vernetzen. Denn sie erfüllen komplementäre Funktionen, die für das Monitoring der Umweltwirkungen von GVO von großer praktischer und wissenschaftlicher Bedeutung sind.

Empfehlungen

Das GVO-Monitoring sollte in bestehende Programme der Ökosystemforschung und der Umweltbeobachtung eingebettet werden und die ökologischen Organisationsstufen sowie GVO-Exposition und-Wirkung einschließen. Die Lokalisierung der Messorte sollte die erwartete Exposition oder Wirkung berücksichtigen.

Perspektiven

Weitere Beiträge dieser Serie werden die Messplanung, das Pollenmonitoring und die räumliche Verallgemeinerung von Ergebnissen standortspezifischer Messungen oder Modellierungen behandeln.