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Anthropogenes Ozon

— Photochemischer Smog
  • H. M. Wagner1
Umweltwissenschaften und Schadstoff-ForschungBridging Science and Regulation at the Regional and European Level19902:BF03039399

https://doi.org/10.1007/BF03039399

Publiziert: 1. November 1990

Zusammenfassung

Das in bodennahen Schichten über photochemische Prozesse erzeugte „anthropogene” Ozon nimmt — wegen der steigenden Emission von Vorläuferverbindungen — in den Sommermonaten im Mittel von Jahr zu Jahr um ungefähr 1–2% zu. Die in der Öffentlichkeit geführte Diskussion zeigt, daß erhebliche Verwirrung über das mit der Ozonbelastung verbundene gesundheitliche Risiko besteht. Der Beitrag will diese Unsicherheit ausräumen indem er die Begriffe „Grenz-, Richt- und Anhaltswerte” definiert und die Wirkung von Ozon auf den Menschen zusammenfassend darstellt.

Die derzeitige Ozonbelastung in Deutschland stellt zwar noch nicht eine Gefährdung der Gesundheit dar, wohl aber eine erhebliche Belästigung; unter ungünstigen Bedingungen (d.h. bei langer Exposition und gleichzeitiger körperlicher Belastung) können auch Beeinträchtigungen der Lungenfunktion und der physischen Leistungsfähigkeit eintreten.