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Reduzierung des Organohalogen-Gehaltes beim gefütterten Aal (Anguilla anguilla L.)

durch Hälterung in Wasser hoher Qualität
  • G. Koss1,
  • M. Schebek2,
  • M. Losekam2,
  • W. Adler2 und
  • E. Schüler2
Umweltwissenschaften und Schadstoff-ForschungBridging Science and Regulation at the Regional and European Level19924:324

https://doi.org/10.1007/BF02939264

Eingegangen: 17. Dezember 1991

Angenommen: 7. Juli 1992

Publiziert: 1. Dezember 1992

Zusammenfassung

Unter kontrollierten Bedingungen wurde an Aalen aus der Lahn die Elimination der in ihrem Gewebe angereicherten Organohalogen-Verbindungen α-HCH, HCB, DDT und PCB untersucht. Sie wurden in Trinkwasseraquarien 16 Wochen gehältert und täglich gefüttert. In den ersten 4 Wochen der Hälterung kam es bei den Tieren zu einer geringfügigen Abnahme, in den letzten Wochen zu einer deutlichen Zunahme des Gewichtes.

Die unmittelbar nach dem Fang erfolgte analytische Erfassung der Organohalogene in Muskelfleischproben ergab Konzentrationen, welche die derzeit gültigen rechtlich normierten Grenzwerte nicht überschritten. Im Abstand von jeweils 4 Wochen wurden die Aale auf ihren Gehalt an Organohalogenen untersucht. Dabei wurde insbesondere in den letzten Hälterungswochen eine deutliche Abnahme der Organohalogen-Konzentration festgestellt. Die ermittelten Eliminationshalbwertzeiten der Substanzen lagen zwischen 9 und 23 Wochen.

Die Untersuchung zeigt, daß die Hälterung von Aalen unter den gewählten Bedingungen eine deutliche Reduzierung der in ihrem Gewebe angereicherten Organohalogene bewirkt.

Notes