Open Access

Vogelfedern als biomonitoren für die atmosphärische Schwermetallbelastung

—Untersuchungen mit der Protonenmikrosonde Teil II: Die mikroskopische Verteilung von Schwermetallen auf Elsternfedern
  • M. Niecke1,
  • Stephanie Ambor1,
  • O. Kühnast2 und
  • H. Ellenberg3
Umweltwissenschaften und Schadstoff-ForschungBridging Science and Regulation at the Regional and European Level19902:BF03039389

DOI: 10.1007/BF03039389

Eingegangen: 1. Februar 1990

Publiziert: 1. November 1990

Zusammenfassung

Die mikroskopische Verteilung von Schwermetallen auf Elsternfedern (Pica pica L.) aus der Umgebung von Hamburg wird untersucht. Mit der Protonenmikrosonde werden die Federteile abgetaster, wobei Verunreinigungen durch die Analyse von Röntgenstrahlen nachgewiesen werden, deren Emission durch Protonenbeschuß induziert wird (PIXE). In Abhängigkeit von den betrachteten Elementen ergeben die Messungen unterschiedliche Resultate:

Während Blei im wesentlichen eine gleichmäßigen Verteilung mit einer Korngröße im μm-Bereich (unterhalb des Auflösungsvermögens unserer Mikrosonde) zeigt, weisen wir bei Mangan, Eisen, Kupfer und Zink Partikel mit einem Durchmesser von bis zu 10 μm nach. Die Ortsverteilung dieser Körnchen läßt auf eine gemeinsame Herkunft schließen. Die Verteilung der Schwermetalle beweist letztlich, daß der Hauptanteil der Verunreinigungen von außen auf die Federoberläche gelangt.