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Persistenz und Abbaubarkeit

in der Beurteilung des Umweltverhaltens anthropogener Chemikalien
  • W. Klöpffer1
Umweltwissenschaften und Schadstoff-ForschungBridging Science and Regulation at the Regional and European Level19891:43

DOI: 10.1007/BF02940431

Publiziert: 1. Mai 1989

Zusammenfassung

Ausgehend von einer funktionalen Definition der Umwelt werden die Kriterien Persistenz und Abbaubarkeit definiert und erläutert. Es wird gezeigt, daß die Persistenz das zentrale Kriterium bei der Bewertung des Umweltverhaltens von Chemikalien ist. Daraus folgt die Forderung nach Abbaubarkeit (vorzugsweise bis zur Mineralisierung) für alle Stoffe, die in die Umwelt gelangen können. Als Beispiele für persistente Stoffe werden die polychlorierten Biphenyle (PCB), die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), Di-(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) und 2,3,7, 8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin (TCDD) diskutiert. Das Problem der Substitutionsprodukte wird an zwei Beispielen (PCB und FCKW) behandelt. Zum Schluß wird ein Vorschlag für die Quantifizierung der Persistenz dargestellt.